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Ein neues Angebot im K³

Ein Impuls zum Nachdenken

Klassentreffen

Nach 20 Jahren gab es ein Klassentreffen von meiner alten Schule. Das war für mich eine willkommene Abwechslung von meinem tristen Alltag als Bürokaufmann. Ich freute mich schon darauf alte Freunde und Lehrer zu treffen. Immerhin habe ich sie seit Jahren nicht mehr gesehen. Doch irgendwie hatte ich auch Angst was aus ihnen geworden ist. Damals nach der zehnten Klasse bin ich einfach abgehauen ich wollte die Welt entdecken und nun bin ich nur ein langweiliger Bürohengst, der es nur bis nach Paderborn geschafft hat. Ich wollte die Welt revolutionieren nun revolutioniere ich die Formulare der Ordnungsbehörde. Ich packte meine Sachen und fuhr zu meiner alten Schule. Dort traf ich sie alle wieder.

Ich war verblüfft wie sich die Menschen verändert haben. Die kleine Johanna die immer stumm in einer Ecke saß und ein Mauerblümchen war hat nun einen Posten bei einer internationalen Firma die für den Vertrieb von Autoteilen zuständig ist. Mike der Rüpel aus unserer Klasse, ist nun Familienvater und arbeitet für die Caritas. Fred mein damals bester Freund ist Priester geworden und leitet eine Gemeinde in Thüringen. Unser Mathegenie Anna ist mittlerweile Professorin für Physik an der Uni Bochum. Jeder meiner Klassenkameraden hat mittlerweile eine riesige Veränderung durchgemacht und steht Erfolgreich im Berufsleben. Gespannt hörte ich den verschiedenen Lebensgeschichten und war Überrascht wie sich alles verändert hat. Es tat gut mal wieder etwas aus dem Leben zu hören. Irgendwie hat sich bei mir alles festgefahren. Sitze selbst seit fünf Jahre auf derselben Position und komme nicht weiter. Irgendwie bin ich neidisch auf die Unterschiedlichen Lebenswege und frage mich warum ich nicht den Mut hatte diese zu Gehen. Das Interesse verändert sich und ich fühl mich fehl am Platz. Ich will eigentlich nur weg. Ich habe das Gefühl ich kann mit den anderen nicht mithalten. Ich habe das Gefühl sie sind ein Spiegel dessen was ich verpasst habe.

Ich begebe mich an die Theke und hole mir ein Bier. Da höre ich wie Johanna von ihrer internationalen Karriere berichtet. Sie dreht sich um und sieht mich. Sie winkt mir zu ruft hey Jürgen komm mal her. Dann dreht sie sich zu den anderen und sagt ohne ihn wäre ich nicht die die ich heute bin. Ich war verwirrt. Sie lacht, „erinnerst du dich nicht mehr?“ Damals im Französisch Unterricht! Da saßen wir nebeneinander und du hast sosehr geschwärmt von Frankreich und der Sprache, das sich in mir der Wunsch geäußert hat am Schüleraustausch mitzumachen. Dort habe ich Francois kennen gelernt er war der Grund warum ich mich überhaupt getraut habe groß zu denken.“ Sie gab mir ein Kuss auf die Backe ich lief rot an. Ich holte mir mein Bier und ging zurück zu meinem Tisch. Dort trank ich mit Mike Anna und Fred ein Bier. Wir fingen über alte Zeiten zu reden an. Anna erzählte mit das es gar nicht so einfach war als Frau sich in der Physik durchzusetzen, ständig wird einem nie zugetraut das man dazu das Zeug hatte. Da erinnerte ich mich an dich wie du im Textilunterricht warst und unbedingt diese Schürze für deine Mutter nähen wolltest. Man wurdest du dafür ausgelacht. Mike du hast ihm damals ganz schön zugesetzt. Für mich jedoch war das inspirierend. Die schien es egal was andere dachten und erst dein Weggang. Wie habe ich dich beneidet für deinen Mut.“ Mike drehte sich um und sagte: „stimmt ich war damals ganz schön fies. Habt dich echt oft runtergemacht. Es tut mir Leid. War damals echt ein Arsch.“ Hob sein Glas und prostet mir zu. „ Ich wollte dir übrigens noch danken. Das du die Klasse motiviert hast mich zu besuchen als ich im Krankenhaus lag, obwohl ich so ein Idiot war. Da hab ich gemerkt es ist viel besser zu helfen als immer nur auszuteilen.“ Ich nickte nur und sagte das ist doch selbstverständlich. Hätte jeder gemacht. Fred packte mich an der Schulter, „ist es nicht wir alle wollten eigentlich nicht ins Krankenhaus da Mike damals schon ein Idiot war du hast uns inspiriert, Kannst du dich noch daran erinnern wie wir zum Ausflug wollten und es in strömen geregnet hat? Unsere Lehrerin wollte den Ausflug schon absagen und Unterricht machen. Da bist du hin und her gerannt und hast gebetet.“ „Lieber Gott ich habe mich so auf den Ausflug gefreut bitte lass es aufhören zu regnen“. „Es hat tatsächlich aufgehört“. Du warst uns immer Inspiration durch dich habe ich angefangen mich mit Glauben auseinanderzusetzten. All die Gesten und Die Ehrlichkeit und Offenheit hat uns immer beeindruckt und wir haben sie beneidet.“ Mike und Anna prosteten zu. Ich fühlte mich auf einmal richtig gut. Mir wurde bewusst dass ich schon viel im Leben erreicht habe auch wenn es nicht in erster Linie beruflicher Erfolg war. Ich hatte etwas bewirkt. Wir haben noch bis 3 Uhr morgens gefeiert und alte Geschichten erzählt. Am Montagmorgen war ich wieder in meinem Büro. Der Alltag wirkte nicht mehr trist. Ich nahm die Welt wieder mit ganz anderen Augen war. Ich habe nicht die Welt revolutioniert sondern das Leben meiner Freunde. Ich war genau da wo ich sein sollte. 

Öffnungszeiten:

Dienstag 14.00 - 19.00 
Mittwoch + Donnerstag 11.00 - 14.00  15.00 - 17.00 
Freitag 14.00 - 18.00

Samstag: 11.00 - 15.00 Uhr

 
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CityPastoral

Viele Aktive aus dem Dekanat Siegen erarbeiten im Moment ein Konzept für eine andere Form kirchlicher Präsenz im städtischen Raum. Es wird deutlich, dass auch in Siegen die lange funktionierende Pfarrpastoral nicht mehr alle Bevölkerungsschichten erreicht. Es gibt viele Hemmschwellen, sich mit Sorgen, Fragen und Nöten der Kirche zuzuwenden. Diese Hemmschwellen möchte die CityPastoral abbauen bzw. gar nicht erst entstehen lassen.

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